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Neue
Perspektiven für sich und die eigene Lebenssituation
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Psychodrama
ist vom Ursprung her eine handlungsorientierte Form der Gruppenpsychotherapie, die von dem Arzt und Psychotherapeuten Jakob L. Moreno in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde.
Ausgehend von einem Thema
oder einem persönlichen Anliegen erleben die Teilnehmer/innen einer Psychodrama-Gruppe ihre innere Vorstellungs- und Gefühlswelt und die Begegnung mit der äußeren Wirklichkeit im spontanen Rollenspiel.
Sichtweisen, Einstellungen und Haltungen zu einem Thema oder im Verhältnis zu einer Person werden zunächst handelnd dargestellt und erst anschließend fokussiert besprochen. Das psychodramatische
Rollenspiel erhellt schnell wichtige Aspekte einer Situation oder eines Problems. Bedürfnisse und Gefühle werden unmittelbar wahrgenommen. Über diesen Weg können Momente der Sprachlosigkeit oder
Handlungsblockaden überwunden werden, es können mögliche Lösungen und neue, auf die Zukunft bezogene Verhaltensweisen - im geschützten Rahmen - handelnd ausprobiert werden. Diese Methode der
humanistischen Psychologie bietet oft schon kurzfristig die Chance zur Befreiung von eingefahrenen Handlungsmustern und damit verknüpften ungewollten Gefühlszuständen. Die Erweiterung des eigenen aktiven
Rollenrepertoires stärkt das Selbstbewusstsein und verbessert die sozialen Handlungskompetenzen im Lebensalltag, sei es im beruflichen Kontext oder in ganz privaten Lebensbezügen.
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